(01) Anreise

 


"Kommen Sie mit! Es wird ein grosses Abenteuer!" 

Ganz wie Karl May wollen wir uns dieses Jahr den "Schut"vorknoepfen und deshalb den Peaks Of The Balkan trail vorgenommen. Wir haben nicht die Zeit fuer den kompletten Wanderweg, aber immerhin 6 Tage fuer die reine Wanderung sollen nach Anreise und Abreise uebrig bleiben. Dieses Mal passt es fuer Christian B., Christian H. und Ralf nicht, dafuer fuer Frank, Frank und Frank. Mit dieser Mischung sollten wir noch viel Spass haben, aber davon spaeter mehr. Zunaechst trat jeder Frank seine eigene Anreise an. Frank T. und Frank W. ueber Berlin nach Tirana, Frank B. ueber Dortmund nach Tirana.


Anflug auf Tirana

Im Flughafen Tirana angekommen machen wir - voellig ungewoehnlich - einen Fehler und tauschen Euros gegen LEK ein. Wie sich spaeter zeigen sollte ist das unnoetig: wir konnten ueberall in Euro zahlen, auch in Montenegro. Der Kurs ist zur Zeit etwa 1:100, also auch noch drei Raki relativ sicher umzurechnen. 

Frank-Konzentrat in Albanien

Frank B. war als erster da und hat seine Innerreien mit dem ersten Bier gekuehlt. Wir stapfen also mit unnoetig vielen LEKs und schwer beladenen Rucksaecken in die Hitze hinaus. 35 Grad zeigt das Thermometer, aber da uns das zu kalt ist stellen wir uns zwischen die Busse die hier mit laufendem Motor warten um Touristen wir uns ueber Albanien zu verteilen. Leider ist der naechste Bus nach Shkoder schon fast voll und wir sollen etwas warten, in 20 Minuten faehrt der Naechste.

warten auf den Bus nach Shkoder

Aus den 20 Minuten werden so 50 Minuten bis die Busfahrer und Agenten aufgeben. Sie hatten vermutlich gehofft den zweiten Bus auch noch voller zu bekommen. Die Fahrt nach Shkoder vergeht relativ Ereignislos, lediglig die Polizei sorgt fuer etwas Aufregung als sie den Bus irgendwo unterwegs in der Naehe einer Tankstelle herrueber winkt um einen jungen Albaner samt seiner Wasserflasche in den Bus zu schieben. Die Fahrt geht weiter und nach knapp 2h kommen wir in Shkoder an und werden am " Sheshi Demokracia" Kreisverkehr im Stadtzentrum wieder der Hizte uebergeben. Dort an dem Kreisverkehr landen scheinbar alle Busse fuer Touristen.

Auf zum Hostel

Wir laufen also an der Zentralmoschee "Ebu Bekr Mosque" vorbei in eine Art Restaurantmeile und suchen unser Hostel.


Das "Vorher" - Bild. Alle noch gut gelaunt und mit festem Stuhl

In einer unbelebten Seitenstrasse finden wir das Hostel "The Wanderers Hostel" welches einen eigenen Hof hat, der von Aussen nur ueber zwei normalerweise verschlossene Tueren erreichbar ist. 

Gartenmauer zum Hostel

Als uns die Tuer in den Hofbereich geoeffnet wird, leuchten unsere Augen auf: Es ertoehnt Musik und Lachen und es sind jede Menge feiernde junge Menschen zu sehen. Ganz offensichtlich Touristen wie wir, nur ein klein wenig juenger, vielleicht so 20-30 Jahre juenger! Es gibt viele Tische und Sitzecken, es sieht sofort gemuetlich aus. In der Mitte steht ein Tisch mit einer Art Buffet. Ein albanisch aussehender Junge erklaert uns die Gesamtlage und wo wir heute schlafen. Unser Zimmer ist auf der anderen Seiter der Strasse. Wir verlassen den Partyhof also auf der anderen Seite und laden unsere Rucksaecke in unserem Zimmer ab. Wir haben wohl das ruhigste Zimmer bekommen damit uns der Krach nicht so stoert. Wahrscheinlich sehen wir noch aelter aus als wir uns fuehlen! Als erstes marschieren wir noch einmal durch die Stadt um eine Gas-Kartusche zu kaufen. Der Laden scheint nix anderes als Gasflaschen in allen moeglichen groessen zu haben. Leider aber nichts kleines und so muessen wir eine recht grosse Kartusche kaufen - viel zu viel fuer 6 Tage wandern. 



Wir machen uns kurz frisch und begeben uns schnell wieder in den Partyhof, denn dort soll das Abendbrot bald abgebaut werden. Einen Platz zum Sitzen finden wir nicht, aber wir bekommen was zu Essen und Bier und kostenlos Raki Shots. Und Shots heisst wirklich Shots, denn angeblich gibt es zu wenig kleine Raki Glaeser und man muss immer gleich austrinken. Wir fragen uns ob die Glaeser jedes mal ausgewaschen werden bevor die naechste Gruppe mit Raki versorgt wird. Aber nach der zweiten Runde ist uns das schon ziemlich egal. Die Jugend faengt dann spaeter allerlei Saufspiele an und irgendwann fragt man auch uns drei gereifte Herren ob wir mitspielen wollen. Wir schaffen es uns da heraus zu winden, bleiben abder tapfer recht lange bis sich der Hof langsam leert und alle in den Betten oder auf der naechsten Party verschwinden. 



The Wanderers Hostel - jeden Abend Party!

Zu erwaehnen ist noch, dass - als wir wieder zurueck zum Zimmer laufen - die zuvor einsame Strasse voller Menschen ist. Es gibt live Musik und es sitzen etwa 90% maennliche Albaner in den Strassen um die tapferen restlichen 10% weiblichen Albanerinnen anzustarren. Etwas bizar. Auch sind zwei Polizisten in der kleinen Seitenstrasse zwischen dem Partyhof und dem Apartmenthaus platziert wurden. Schwer zu sagen ob wegen der Touristen oder der paarungsfreudigen maennlichen Besucher.
























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